Verbreiten Massenmedien falsche Infektionszahlen?

Der Bund und die Länder einigten sich Mitte Oktober 2020 darauf, dass die Corona-Maßnahmen erheblich verschärft werden sollen, wenn in einer Stadt oder einem Landkreis innerhalb der letzten 7 Tage eine bestimmte Anzahl von PCR-Tests mit positivem Testergebnis durchgeführt wurden. Bei mehr als 50 vermeintlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sollen weitere Kontaktbeschränkungen und eine strengere Maskenpflicht eingeführt werden. Doch wie zuverlässig ist diese Form der Hochrechnung und wie glaubwürdig die Zählungsweise sogenannter Neuinfektionen?

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Zu Beginn der vermeintlichen Pandemie richteten sich die Maßnahmen der Regierung nach dem R-Wert, mit dem man versuchte zu berechnen, wie schnell sich das sogenannte Coronavirus weiterverbreitet. Im Mai 2020 behauptete Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass das deutsche Gesundheitssystem überlastet sei, wenn der R-Wert 1,3 erreicht. Dies ist aber nie passiert, obwohl der Reproduktionswert von 1,3 zeitweise sogar deutlich überschritten wurde.

Weil sich diese Form der Hochrechnung offensichtlich als unzuverlässig erwiesen hat, überlegten sich die Experten der Regierung scheinbar ein anderes Rechenkonzept: Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine theoretische Hochrechnung vermeintlicher Neuinfektionen. Es werden alle positiven PCR-Testergebnisse der letzten sieben Tage, die in einer Stadt oder einem Landkreis durchgeführt wurden, addiert. Dann wird die Summe durch die Einwohnerzahl des Ortes geteilt und das Ergebnis mit 100.000 multipliziert.

Doch bei dieser theoretischen Hochrechnung soll es bereits zu zahlreichen fehlerhaften Ergebnissen gekommen sein. Der österreichische Fernsehsender Servus TV offenbarte in einem Bericht einen eklatanten Fehler in dieser Rechnung, nach der sich jedoch derzeit sämtliche Regierungsmaßnahmen in Österreich und Deutschland richten. Wenn die Einwohnerzahl einer Stadt oder eines Kreises unter 100.000 liegt, entstehen demnach in dieser Hochrechnung mehr Neuinfektionen, als es tatsächlich gibt. Trotzdem werden mit diesen Zahlen sämtliche Regierungsmaßnahmen gerechtfertigt.

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